Autolack - Funktion - Ästhetik

 

Technisch gesehen dient die Lackschicht auf Metalloberflächen lediglich dem Schutz des verbauten Materials vor äußeren Einflüssen. Und auch die neuesten Entwicklungen im Fahrzeugbau haben diese Funktion nicht überflüssig gemacht sondern nur ergänzt - denkt man etwa an das inzwischen im hochwertigen Marktsegment übliche Verzinken der Karosserie.

Ganz offensichtlich ist damit aber bei weitem noch nicht alles gesagt über unsere Erwartungen an und unser Empfinden bezüglich Lackoberflächen. Die ästhetische Anmutung der makellosen Oberfläche, die haptisch erfahrbare Glätte, die Reflexion auftreffenden Lichts machen natürlich einen nicht reduzierbaren Teil unserer Faszination aus.

Und: mittlerweile erklärt keine Nutzenerwägung mehr die Existenz gerade bunter Lacke. Während zu früheren Zeiten die Verwendung bestimmter Farben wie Schwarz durchaus technischen Notwendigkeiten geschuldet war - sie trocknete einfach am schnellsten und war am kostengünstigsten - ist heute erlaubt, was gefällt.

Was gefällt, war aber immer schon begehrt: zwar wird Henry Ford häufig der Ausspruch in den Mund gelegt, ein Kunde könne beim ihm ein Fahrzeug in jeder Farbe bekommen - solange es schwarz sei, belegbar ist dieses Zitat dagegen nicht. Und auch das berühmte T-Modell (Tin Lizzy genannt und bis 45 Jahre nach Bauzeitende meistverkauftes Auto der Welt) war bereits und selbstverständlich in anderen Farben lieferbar.

Autolacke befinden sich also genau an der Schnittstelle von Notwendigem und Begehrtem. Einerseits verantwortlich für Werterhalt und Nutzungskontinuität andererseits optisches Aushängeschild und Kennmarke für optische Attraktivität. Diese Schnittstelle ist unser Geschäft.